Die MIT widmet sich dem Thema Unternehmenssicherheit

"Big Brother is watching you"

 

 das war einst nicht nur der Slogan in Georg Orwells Roman „1984“. Auch die MIT Dresden widmete sich im Herbst dieses Jahres dem Sicherheitsbedürfnis kleiner und mittelständischer Unternehmen mit einer eigenen Veranstaltung. Unterstützt durch den Sächsischen Verband für Sicherheit in der Wirtschaft e.V. (SVSW) konnten dafür von den verschiedenen Institutionen des Sicherheitsgewerbes fachkundige Referenten gewonnen werden. In der Handwerkskammer Dresden erörterten u.a. Handwerkskammer-Präsident Dr. Jörg Dittrich und der Vorsitzende des VSW, Klaus Hoogestraat das derzeitige Grundproblem: Der unaufhaltsamen Digitalisierung steht gleichzeitig eine große Sicherheitslücke gegenüber.

 

Dr. Dittrich beschrieb sogleich auch das Problem aus Sicht der Handwerksbetriebe – nämlich, dass 42 Prozent der Unternehmen im Kammerbezirk Dresden nicht zufrieden sind mit der Sicherheit ihres Betriebes. Gerade das Thema IT-Sicherheit sei äußerst diffus, denn: Nur weil der Diebstahl nicht unmittelbar zu sehen ist, ist er dennoch Realität. Gleichzeitig stellte er klar, dass es nicht die alleinige Aufgabe des Staates sei, mit Strafverfolgung für eine flächendeckende IT-Sicherheit zu sorgen. Vielmehr seien auch die Unternehmer selbst in der Verantwortung, in präventive Maßnahmen zum Schutz ihrer Unternehmen zu investieren.

 

Kerstin Nolte, frühere Leiterin der Zentralstelle für polizeiliche Prävention beim Landeskriminalamt Sachsen und jetzige Referentin für Verbrechensbekämpfung im sächsischen Innenministerium, verwies in ihrem Vortrag darauf, dass es in Sachsen eine Vielzahl an speziellen Angeboten gibt, um Unternehmen in Sicherheitsfragen beratend und helfend zur Seite zu stehen. So etwa bspw. beim Projekt "Sicheres Unternehmen", wo Beraterteams des Landeskriminalamtes vor Ort in den Betrieben Sicherheitslücken gemeinsam mit den Unternehmern analysieren und beheben. Vielfach sind die Probleme dabei ein Resultat einfacher Fehler bei betriebsinternen Regelungen. Eines der häufigsten „No-Gos“, das leider immer noch in vielen Unternehmen gelebte Praxis ist: Der Standort des Servers dient gleichzeitig als Kopierraum und ist deshalb für jedermann stets frei zugänglich.

 

Welche Standards im betrieblichen Sicherheitsmanagement wesentlich sind, erläuterte Raimond Stockum, Sicherheitschef bei Globalfoundries in Dresden. Wichtig sei, dass Unternehmen – egal welcher Größe – dem Thema (IT-)Sicherheit zuallererst einmal eine Bedeutung zumessen und dann hauseigene Sicherheitsstandards, wie etwa Videoüberwachungen und Zugangskontrollen von IT-Räumen, festlegen, einhalten und evaluieren.

 

Die Dimension des IT-Sicherheitsbedürfnisses machte Klaus Hoogestraat noch einmal deutlich. Denn mehr als Hälfte aller Unternehmen weltweit seien schon vom Internet abhängig. Datensicherheitsprobleme bei Weltkonzernen wie etwa der Telekom in jüngerer Vergangenheit zeigten, dass der Schutz von Informationen jeden – Privatpersonen und Unternehmen gleichermaßen – betrifft und das davon eine erhebliche Existenzgefährdung ausgehen kann, wenn es bspw. um sensible Bankdaten geht.

 

Und dafür ist Aufklärung noch immer die „schmerzfreiste Medizin“. Deshalb wird die MIT Dresden auch weiterhin mit ihren Partnern diese Plattformen nutzen, um zu aktuellen Entwicklungen rund um die Interessen von Mittelständlern zu informieren.

 

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