14. Dresdner Wirtschaftsforum - "Back to the roots" auf dem Weg in die Zukunft 

 

Ein Wirtschaftsforum im Zeichen von Keramik- und Carbonfaser

 

Beim Betreten des altehrwürdigen zeunerbaus aufm dem Gelände der Technischen Universität Dresden an der George-Bähr-Straße wurden zunächst Erinnerungen wach. Als Student besuchte ich im "Hörsaal 160" einmal ein Spanisch-Seminar. Dir Räumlichkeiten haben sich seitdem zwar kaum verändert, aber es sind ja auch die Ideen, die in den Universitätsgebäuden in erster Linie zählen.

 

Beim traditionellen Wirtschaftsforum der MIT Dresden, das mit der Hilfe von Herrn Prof. Dr. Hilmar Fuchs bzw. des 2014 neu gegründeten Verbandes Innovativer Unternehmen e.V. nun bereits zum 14 Mal stattfinden konnte, waren diesmal Prof. Dr. Hubert Jäger und Dr. Jens Petzold, die ihre Zukunftstechnologien "made in Sachsen" vorstellten.

 

Der Standort Meißen ist seit jeher berühmt für sein "weißes Gold". Dr. Petzold, Gründer des Kl - Keramik-Institutes GmbH Meißen, stellte uns einen eigens entwickelten Keramikfaser-Hybridwerkstoff vor, den er mit der Firma CeraFib GmbH weltweit vertreibt. Die Verbindun aus Textil- und Keramikwerkstoff wird nicht nur im Leichtbau eingesetzt, das Material besitzt darüber hinaus eine große Hitzebeständigkeit, weswegen die Bauteile auch vorrangig für Isolierungen, Ofenuauskleidungen oder Brennerdüsen verwendet werden.

 

Ehe die knapp 70 Forum-Teilnehmer bei den Führungen durch die Textilmaschinenhalle Körperersatzteile oder Helme begutachten konnten, referierte Prof. Jäger, Vorstandssprecher des Institutes für Leichtbau und Kunststofftechnik an der TU Dresden, zu dem Werkstoff, aus dem diese Gebrauchsgegenstände hergestellt werden. Die Verwendung von Carbonfaser sei die Technologie schlechthin, bemerkte Prof. Jäger mit dem Blick auf den heutigen Automobilmarkt. In diesem Zusammenhang lobte er nicht nur den sächsischen Erfindergeist, sondern auch die Grüderunterstützung durch den Freistaat.

 

Auf der "Multi-Material-Design-Landkarte" gibt es deutschlandweit nur zwei Zentren: den süddeutschen Raum von München über Augsburg bis Stuttgar und Sachsen. Um im Standortranking weiter zu punkten, gibt Jäger folgende Ziele an: An seinem Institut müsse im Jahr mindestens ein Start-up Unternehmen gegründet werden und als "Inkubator" für weitere Unternehmensansiedlungen soll das "Sächsische Entwicklungs- und Transfer Center Dresden" entstehen, welches Pilotanlagen, Start-up-Areale und Industriepartner unter einem Dach vereint.

 

 

Patrick Schreiber

 

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