16. Dresdner Wirtschaftsforum

Während Berlin noch über die Umsetzung einer nachhaltigen Zukunft streitet, werden bereits in Sachsen die dafür nötigen Zukunftstechnologien entwickelt.

Das nahmen wir uns zusammen mit dem Verband Innovativer Unternehmer e.V. zum Anlass, um im Rahmen des 16. Dresdner Wirtschaftsforum über die Nachhaltigkeit bei der Entwicklung und Einsatz von Carbon-Faserverbundwerkstoffen zu sprechen.

Passend zum Thema der Nachhaltigkeit haben wir uns im neuen Institut für Holztechnologie getroffen, welches durch seine hölzerne Innenarchitektur und lichtdurchflutende Konstruktion beeindruckt.    

Schwerpunkt des 16. Wirtschaftsforums bildeten die drei Impulsreferate zum Recycling von Produktionsabfällen aus Carbon-Faserverbundwerkstoffen (CFK) und einer anschließenden offenen Diskussion.    

Kernthema waren die Einblicke in die Forschungspraxis zur Rückgewinnung von Carbonfasern und dem Wiedereinsatz in Form von Vliessstoffen. Anlass zur Auseinandersetzung mit dem Recycling von Carbonfaser ist der kostenintensive Herstellungsprozess und die nur bedingte Materialausnutzung. So wird in der Textil-, Leichtbau- und Verbundsstoffindustrie bei Verarbeitung vom Rohling bis zum Fertigbauteil nur 50-30% des Materials verarbeitet. Folglich entfällt ein großer Anteil der Carbonstoffe als Abfallprodukt.

Aber gleichzeitig steigt auch die Nachfrage nach CFK: Carbonbasierte Verbundstoffe sind gerade im Bereich der Luftfahrt und der Elektromobilität ein wachsender Zukunftsmarkt – in Deutschland wie auch bei der Konkurrenz aus Fernost. Folglich hat sich die Forschung dem Carbonrecycling von Produktionsabfällen gewidmet. Das Sächsische Textilforschungsinstitut und die TU Dresden legen dabei einen besonderen Fokus auf den Wiedereinsatz von carbonbasierten Hochleistungswerkstoffen. Hier werden die Abfallprodukte durch modifizierte Schneid- und Reißtechniken zerlegt und anschließend aufbereitet. Aber auch durch Vliessbildung, thermischen und hydrodynamischen Verfestigungen sollen die losen Carbonfasern für eine Wiederverwertung verdichten werden.  

Aus dem CFK-Recycling ergeben sich enorme Einsparpotenziale aber auch die Entsorgungsproblematik wird gelöst. Denn carbonbasierte Abfälle gelten in Deutschland als Sondermüll und fallen unter besondere Deponie- und Entsorgungsbestimmungen. Diese sind entsprechend aufwändig und extrem kostenintensiv Unternehmen. Folglich ist die Motivation hoch, dass teure Carbonstoffe aufbereitet und wiederverwertet werden, welcher nur schwer zu entsorgen aber gleichzeitig in der Industrie sehr gefragt sind. So ist die Forschung in das Recycling von Carbon-Faserverbundwerkstoffen nicht nur gut für unsere Umwelt, sondern bietet auch enorme Kosteneinsparungen bei den anfallenden Rohstoffkosten – gerade für kleine und mittelständische Unternehmen.

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