Die Impulsvorträge von Dirk Spannaus, Geschäftsführer der twentyZEN GmbH und Stefan Queißer, Mitgründer der ostec GmbH machten deutlich, dass sich klassische regelbasierte Systeme, die auf starren Wenn-Dann-Regeln beruhen, grundlegend von modernen KI-Systemen unterscheiden. Während erstere unflexibel bleiben und keine selbstständige Weiterentwicklung ermöglichen, können KI-Modelle selbständig lernen, große Datenmengen analysieren und daraus Prognosen ableiten.
Ein Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf der Verbreitung und Nutzung von KI. Statistiken belegten, dass in Westdeutschland bereits 71 Prozent der Unternehmen KI einsetzen, während es im Osten lediglich 52 Prozent sind. Diese Unterschiede veranschaulichen bestehende regionale Disparitäten bei der Digitalisierung. Ergänzend wurde der „Hype Cycle for Artificial Intelligence 2025“ vorgestellt, der verschiedene Technologien in ihrer Entwicklungs- und Reifephase verortet. Demnach befinden sich Technologien wie Generative AI oder Foundation Models aktuell auf dem Höhepunkt der Erwartungen, während andere Entwicklungen den produktiven Einsatz bereits erreichen.
Neben Potenzialen wurden auch Hemmnisse aufgezeigt. Eine Befragung unter IT-Entscheidern ergab, dass unklare Rechtslagen (41,1 Prozent) und Sicherheitsbedenken (40,8 Prozent) die größten Hürden darstellen. Hinzu kommen fehlendes Know-how bei Mitarbeitenden, unklare Geschäftsmodelle, komplexe Abstimmungsprozesse sowie langwierige Genehmigungen und Verwaltungsaufwand. Auch geringe staatliche Anreize, unzureichende Rechenkapazitäten und fehlende Unterstützung für KMU bremsen die Umsetzung.