Di

11

Dez

2018

Mitgliederversammlung 2018

Neuer Vorstand für die MIT Dresden!

 

Am 05.12.2018 waren die Mitglieder der MIT Dresden in das Restaurant Chiaveri im Sächsischen Landtag eingeladen, um gemeinsam einen neuen Vorstand zu wählen. Der Abend begann mit einer Landtagsführung durch den Abgeordneten Patrick Schreiber MdL, der in den letzten acht Jahren das Amt des MIT-Kreisvorsitzenden inne gehabt hatte. Er zeigte den interessierten Mitgliedern den Plenarsaal und gab interessante Einblicke in die Geschichte und Arbeitsweise des Hauses. Anschließend eröffnete der MIT-Landesvorsitzende Dr. Markus Reichel die wählende Mitgliederversammlung. Patrick Schreiber MdL kandidierte nicht erneut für den Vorsitz. Er erinnerte in seiner Rede an die vertrauensvolle und engagierte Zusammenarbeit, die er im Vorstand erleben durfte. "Ich bedanke mich für die vergangenen Jahre, in denen wir wichtige wirtschaftspolitische Impulse setzen konnten", so Schreiber. Er sei sich sicher, dass sein Nachfolger Ingo Flemming die MIT in den nächsten Jahren erfolgreich führen werde.

Ingo Flemming ist Bauingenieur, sitzt für die CDU im Stadtrat der Landeshauptstadt Dresden und wurde durch die Mitglieder einstimmig zum neuen Vorsitzenden der MIT Dresden gewählt. Im kommenden Jahr wird er für ein Landtagsmandat im Dresdner Süden kandidieren. "Wir werden auch weiterhin ein attraktives Veranstaltungsprogramm auf die Beine stellen, um die rasanten Veränderungen in der Wirtschaftswelt zu begleiten. Digitalisierung, Automatisierung und neue Konzepte für Mittelstand und Handwerk werden uns beschäftigen.", erklärte Flemming in seiner Antrittsrede. Im Vorstand werden ihm Rechtsanwalt Hans-Joachim Hönig und Unternehmer Axel Teuber als Stellvertreter zur Seite stehen. Gerd Ivar Pommerening übernimmt erneut das Amt des Schatzmeisters - diese Funktion hat er bereits seit 20 Jahren inne. Die stimmberechtigten Mitglieder wählten zudem Prof. Dr. Hilmar Fuchs, Dietmar Kunze, Olaf Linck, Sören Marschier, Norbert Müller, Markus Pfütze und den bisherigen Vorsitzenden Patrick Schreiber MdL als Beisitzer in den Vorstand der MIT Dresden. Ingo Flemming kommentierte die Vorstandsneuwahl: "Ich freue mich auf die gemeinsame Arbeit mit Mitgliedern und Vorstand - gerade auch im Hinblick auf die großen politischen Weichenstellungen, die uns im nächsten Jahr bevorstehen werden." Die MIT wird auch weiterhin ein kompetenter Ansprechpartner sein, wenn es um wirtschaftspolitische Fragestellungen und den richtigen Kurs für die lokale Wirtschaft geht.

 

Die Vorstandsmitglieder sehen Sie hier: https://www.mit-dd.de/vorstand/

Di

27

Nov

2018

17. Dresdner Wirtschaftsforum

Zukunftstechnologien entwickeln in Sachsen

 

Es ist mittlerweile schon das 17. Dresdner Wirtschaftsforum, welches die MIT Dresden ausrichtete. Dabei war es spannend wie am ersten Tag – was auch den Gästen zu verdanken war. Professor Fuchs machte in seiner Begrüßungsrede klar: Die deutsche Industrie steht vor zahlreichen Herausforderungen, gerade in den Zukunftstechnologien. Hier muss unsere Wirtschaft an der Spitze von Digitalisierung und Industrie 4.0 stehen, um in Zeiten des weltweiten Wettbewerbes nicht zurückzufallen. Dies kann uns nur gelingen, wenn von politischer Seite die richtigen Rahmenbedingungen gesetzt werden, um es den Unternehmen zu ermöglichen die Vorteile der Digitalisierung zu nutzen. Dem schloss sich der wissenschaftliche Direktor des Sächsischen Textilforschungsinstitutes Dr.-Ing. Yves-Simon Gloy an. Er betonte die Einmaligkeit der Vernetzung von Forschung und Wirtschaft im Raum Dresden. Ermöglicht werde dies durch die enge Kooperation der TU Dresden mit Start-Ups und mittelständischen Unternehmen. Dies gilt es in Zukunft zu fördern und auszubauen, um die Wettbewerbsfähigkeit, speziell in Sachsen zu erhöhen. 

 

Deutlich wurde, dass wir uns in der vierten industriellen Revolution der Weltgeschichte befinden. Dabei werden die Karten rasend schnell neu gemischt: Die damals unglaublich teure Speicherkapazität der Mondrakete ist heute noch etwa 20 Cent wert. 

Diese rasante Entwicklung von Technologie und Wirtschaft bleibt dabei nicht ohne Folgen für die Gesellschaft. Auch aus diesem Grund muss man die Chancen von Digitalisierung und Industrie 4.0 sorgfältig mit den Risiken abwägen, wie der letzte Redner auf dem Wirtschaftsforum, Dr. Daniel Schulz, betonte. Der politische Theoretiker öffnete eine weitere spannende Perspektive: Wir müssen es vermeiden, uns wie Zauberlehrlinge zu verhalten, die nicht wissen, was sie da herbeizaubern. Lerne und prüfe – dann triff Deine Entscheidungen! Das gilt in der Digitalisierung mehr denn je. Der aktuelle Fall des chinesischen Genforschers, der die Geburt des ersten gentechnisch veränderten Menschen bekannt gab, kann hier als eindrucksvolles Beispiel gelten, wie schnell in der Forschung auch ethische Grenzen überschritten werden. Hier gilt es trotz aller Entwicklungsmöglichkeiten mit Augenmaß zu agieren, schließlich hatte jede industrielle Revolution auch weitreichende Folgen für die Gesellschaft – und zwar nicht nur für dessen Arbeitsleben. Aus diesem Grund wird das Dresdner Wirtschaftsforum auch in Zukunft eine wichtige Diskussionsplattform bleiben, auf der konkrete Herausforderungen und Fragen der Wirtschaftspolitik diskutiert werden können.

 

Do

22

Nov

2018

Digitalisierung - Wo bleibt der Mensch?

Digitalisierung und Transformation im Mittelstand – Wo bleibt der Mensch?

 

Digitalisierung als Chance begreifen, ohne dabei die Mitarbeiter zu überfordern – kaum ein anderes Thema stellt (mittelständische) Unternehmen derzeit vor so große Herausforderungen wie der Aufbruch in die Wirtschaftswelt von morgen. Die MIT Dresden will Unternehmer dazu ermutigen, digitale Themen beherzt anzupacken. Auf unserer gestrigen Veranstaltung in der Dresdner Handwerkskammer kamen deshalb Referenten zu Wort, die sich in ihrer täglichen Arbeit mit den rapiden Veränderungen im Zeitalter der Digitalisierung beschäftigen. Eine Erkenntnis dabei: Die Schnelligkeit der Entwicklung durchbricht die Schallmauer der Anpassung. Im Klartext bedeutet dies, dass sich Produktzyklen in Zukunft noch stärker als bisher verkürzen werden und Unternehmen daher gezwungen sind, ihre Produktpalette radikaler an die (zukünftigen) Erfordernisse ihrer Kunden anzupassen.

 

 

„Wir brauchen Kreativität im Team“, erläuterte Dr. Gerd Friese von der Firma OrganisationsEntwicklung. „Das Handwerk wird eine Zukunft haben, denn Handwerk ist Kreativarbeit“, prognostiziert er. Die Pirnaer e.s.m. Edelstahl- Schwimmbad- und Metallbau GmbH macht vor, wie die erfolgreiche Transformation in eine digitale Zukunft aussehen kann. Der Mittelständler baut weltweit hochwertige Schwimmbecken aus Edelstahl und befindet sich derzeit auf dem Weg von einem Handwerksbetrieb zu einem modernen Fertigungsunternehmen mit computergestützten Anlagen. In diesen Prozess wurden sämtliche Mitarbeiter von Anfang an eingebunden, erklärt Wolfgang Tumpach von der e.s.m. GmbH. Letztlich müssten Unternehmer ständig mit ihren Mitarbeitern kommunizieren, wenn Produktionsabläufe erfolgreich optimiert werden sollen. Der Vorsitzende der MIT Dresden, Patrick Schreiber MdL, glaubt, dass generell eine Unternehmenskultur des Vertrauens notwendig ist. „Das gelingt am Besten, wenn die Mitarbeiter in den digitalen Transformationsprozess einbezogen werden“, so Schreiber. Die Zukunft unserer Wirtschaft bleibt spannend – nicht zuletzt, weil die Anforderungen an Führungskräfte hinsichtlich sozialer Kompetenz und Kreativität weiter steigen werden.

 

 

Wir bedanken uns bei allen beteiligten Referenten und Unternehmen sowie bei der Handwerkskammer Dresden für diesen erkenntnisreichen Abend. Auch zukünftig wird die MIT Dresden Trends erkennen, Unternehmer zusammenbringen und Zukunftsperspektiven aufzeigen.

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Sa

18

Aug

2018

MIT-Kandidatencheck

Im Herbst 2019 wählen die Bürger des Freistaats Sachsen ihren 7. Landtag. Diese Landtagswahl stellt die Sächsische Union wie auch die Dresdner Union vor große Heraus-forderungen, weswegen auch für 2019 wieder starke Kandidaten für die sieben Dresdner Wahlkreise gesucht werden – und wir als Mittelstandsvereinigung haben den möglichen Bewerbern mal auf den Zahn gefühlt!

Bei der Kandidatensuche ist es für uns natürlich essentiell, dass die CDU wieder mit einem starken wirtschaftpolitischen Profil ihrer Kernkompetenz gerecht wird. Deswegen haben sich gestern die möglichen Kandidaten bei den Mitgliedern der Dresdner Mittelstandsvereinigung vorgestellt. Vor knapp zwei Dutzend Unternehmern aus Dresden konnte jeder seine inhaltlichen Standpunkte darlegen, die Diskussion suchen, musste sich aber auch den kritischen Fragen stellen – naturgemäß sind unsere Diskussionen sehr offen und direkt.

 

Die möglichen Bewerber:

Der sächsische Kultusminister Christian Piwarz MdL wird erneut für den Wahlkreis Dresden 2 (42) antreten. Im Wahlkreis Dresden 7 (47) wird der ehemalige Innenminister Markus Ulbig MdL nicht nochmal kandidieren, stattdessen hat Babara Klepsch, amtierende Sozialministerin, bei uns um Vertrauen geworben. Der rechtspolitische Sprecher, Martin Modschiedler MdL, wird erneut um den Wahlkreis Dresden 4 (44) kämpfen, ebenso wie Lars Rohwer MdL für den Wahlkreis 6 (46) und der Kreisvorsitzende der Dresdner Union, Christian Hartmann MdL, für den Wahlkreis Dresden 1 (41).

Besonderes Augenmerk wurde auf die erstmaligen Kandidaturen der beiden Dresdner Stadträte und Ingenieure Gunter Thiele und Ingo Flemming gelegt. Flemming wird ein Mandat im Dresdner Wahlkreis 3 (43) anstreben, in welchem die bisherige Landtagsabgeordnete Aline Fiedler MdL nicht erneut antreten will.

Für den Dresdner Wahlkreis 5 (45) wird Thiele in den Wahlkampf ziehen. Er möchte damit das Mandat anstreben, welches bisher von unserem MIT-Vorsitzenden Patrick Schreiber MdL besetzt ist. Dieser hatte bereits vor knapp zwei Wochen bekanntgegeben, dass er für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung steht.

Beide Kandidaten, Flemming und Thiele, sind nicht nur langjähriger Stadtratsmitglieder, sondern ihres Zeichens auch in der Dresdner Wirtschafts-, Verkehrs- und Baulandschaft politisch wie unternehmerisch aktiv.

 

Wir danken allen Bewerbern und Gästen für einen offenen Austausch. Die endgültige Kandidatennominierung findet Mitte November auf einem Kreisparteitag der Dresdner Union statt.

 

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Mi

06

Jun

2018

"Den Mittelstand sehen, hören, lesen": Die MIT im Landesfunkhaus

Spannend wurde es gestern Abend – und zwar im Rahmen der Mittelstandsvereinigung der CDU Dresden. Unser Besuch galt dem Landesfunkhaus Sachsen des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR). Zu Beginn des Rundganges gab es eine kleine Einführung in die Geschichte des MDR. Vom ehemals geplanten Ostdeutschen Rundfunk (heute RBB) nahm man in den Neuen Ländern schnell Abstand, da die kulturellen Unterschiede in den verschiedenen Regionen zu unterschiedlich ausfielen. 

Die Mecklenburger und Vorpommern wollten sich dem NDR anschließen, während die Thüringer gerne dem Hessischen Rundfunk beigetreten wären, was dort allerdings auf wenig Gegenliebe stieß… Tja, und so entstand der MDR! Vereinfacht wurde die Gründung freilich auch dadurch, dass alle drei Vertragspartner (Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen) CDU-regiert waren – so konnten schnell pragmatische Kompromisse gefunden werden und es kam zur Unterzeichnung des Rundfunkstaatsvertrages.

Der MDR ist demnach in Dresden, Leipzig, Erfurt, Halle und Magdeburg vertreten. Seitdem hat die Führungsebene allerdings mit immer neuen Problemen zu kämpfen: zu hohe Pensionen schränken den finanziellen Spielraum ein, Lizenzen für attraktive Sportübertragungen werden an Global Player verkauft und schlussendlich verändert die Digitalisierung das journalistische Geschäft grundlegend. Es entstehen ganz neue Ansprüche an die Verfügbarkeit von Informationen und die schnelle Aufbereitung von Bewegtbildern. Besonders spannend wurde es, als wir bei der Liveaufnahme des MDR-Sachsenspiegel dabei sein durften. Es war faszinierend, den Nachrichtensprecher und seine akribische Vorbereitung aus nächster Nähe zu sehen. Während der Übertragung hieß es dann: „bloß nicht niesen!“

Sa

12

Mai

2018

Unternehmensbesuch & Diskussion: Dresdner Kaffee und Wintersport

Wer kennt das nicht: Wenn es mal wieder später wird, dann rettet uns ein kräftiger Kaffee durch den Abend. So auch gestern, als wir die Dresdner Kaffee+Kakao Rösterei im Norden der Landeshauptstadt besuchten. Dessen Geschäftsführer, Herr Stefan Meyer-Götz, hatte sich dankenswerterweise die Zeit genommen, um uns durch seinen Betrieb zu führen und sein 26-köpfiges Unternehmen vorzustellen. 

Mit im Publikum war einer der Organisatoren des Dresdner Skiweltcups, Herr René Kindermann, welcher uns im Anschluss als Gesprächspartner zur Verfügung stand. Schwerpunkt der Diskussion waren die Ausrichtung, Wirtschaft-lichkeit und Zukunft des Dresdner Skiweltcups. Aber was verbindet die Rösterei und den Dresdner Skiweltcup? Ganz klar: Der unternehmerische Ehrgeiz und die Leidenschaft für das Geschäft am Standort Dresden aber auch Hemmnisse und Probleme mit der Stadtverwaltung.

„Hier wird noch aus Leidenschaft geröstet!“, war das klare Statement des Geschäftsführers der Rösterei. Das ist bei dem Standort Dresden auch nicht verwunderlich. So tragen die Landeshauptstadt und der Freistaat den Stempel „Kaffee-Sachsen“. Aber trotz aller Leidenschaft zum Gewerbe wird auch hier in der Rösterei eine ausufernde und ausbremsende Bürokratie seitens der Kommune beklagt. Vorschriften und schleppende Vorgänge machen den Gewerbealltag nicht immer leicht. Daneben gestalten Zollvorschriften für den internationalen Vertrieb das Geschäft zunehmend schwieriger und machen andere Standorte im Ausland attraktiver. Nicht zuletzt ist auch die „Kaffee-Steuer“ von 2,90 Euro auf einen Kilogramm geröstete Kaffeebohnen gerade für kleinere Röstereien ein Problem. Um konkurrenzfähig mit Industrieröstereien im In- und Ausland zu bleiben, setzt daher die Dresdner Rösterei auf höchste Qualität bei Bio-Bohnen aus der ganzen Welt und im eigenen Röstvorgang. Das hat sich für die Kaffee und Kakao Rösterei Dresden ausgezahlt: Im Jahr 2011 wurde sie unter rund 1500 Konkurrenten als Rösterei des Jahres ausgezeichnet. 

 

Wir meinen zu Recht! Denn: Die Qualität und die unternehmerische Leidenschaft riecht und vor allem schmeckt der Kaffeeliebhaber. 

Die Leidenschaft zum Geschäft aber auch den Kampf gegen die Bürokratie kennt der Organisator des Dresdner Skiweltcups nur zu gut. Im Januar 2018 fand das Event erstmals auf dem Dresdner Königsufer statt. Dessen Organisator und unser Gast gab uns dazu einen ersten Managementreport. So wurde alleine durch die Fernsehübertragungen (ohne social media!) rund 53 Millionen Menschen im In- und Ausland erreicht. Das brachte der Landeshauptstadt eine Werberelevanz im Wert von etwa 3,18 Millionen Euro ein. Dieser hypothetische Wert wäre seitens der Stadt nötig gewesen, um eine dem Skiweltcup entsprechenden Reichweite im Fernsehen selbst zu generieren.  Folglich war der Cup für die internationale Vermarktung Dresdens ein voller Erfolg. Aber auch die Auftragsvergabe zur Ausrichtung war ein regionaler Event. So wurden 85 Prozent aller Aufträge an ansässige Unternehmen vergeben. Daneben hat sich der Skiweltcup auch in der Dresdner Tourismusauslastung widergespiegelt. 35 Prozent mehr ausländische Touristen wurden während der Veranstaltung verzeichnet und auch im Folgemonat war noch ein Anstieg um 17% messbar. Somit hat der Skiweltcup gezeigt, dass die ganze Stadt davon profitiert!

 

Dennoch gilt für den Skiweltcup und für die Dresdner Rösterei, dass bürokratische Hemmnisse abgebaut werden müssen. So wurden für den Organisator des Cups teils kleinste Vorschiften und Regularien zu beispielsweise Sondernutzungsgebühren oder Grünflächennutzung ein teures und umständliches Unterfangen.

 

Als Fazit bleibt: Auch wenn der Cup für die nächsten Jahre gesichert ist, so ist der Ehrgeiz, ein derartiges Großevent auszurichten endlich. Eine ähnliche Einsicht gilt auch für die Dresdner Kaffee und Kakao Rösterei. Beide Unternehmer haben im Ergebnis äußerst deutlich gemacht, dass sich andere Städte attraktiver vermarkten und unternehmerfreundlicher agieren. Denn alleine von der Leidenschaft zum Geschäft und der Liebe zum Standort lässt sich nicht dauerhaft leben. Stattdessen muss sich der Standort selbst einladend(er) und attraktiv(er) gestalten. Hierbei hat Dresden im eigenen Marketing und im Bürokratieabbau noch einiges zu lernen, um in Zukunft attraktiv(er) zu werden.

 

Wir danken der Dresdner Kaffee+Kakao Rösterei für den Besuch, dem Geschäftsführer der K + M Kaffee und Maschinen GmbH für die Führung und dem Organisator des Skiweltcups für die spannenden Einblicke und die intensive Diskussion.

Mi

09

Mai

2018

Dresdner Standortfaktor Kulturwirtschaft: Wie gehts weiter?

Kunst und Kultur sind untrennbar mit unserer Stadt Dresden verbunden. Die Landeshauptstadt ist für ihr kulturelles Erbe und die aktive Kulturwirtschaft über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt und zieht jedes Jahr rund vier Millionen Übernachtungsgäste an. Als positiver Standortfaktor steht die Kultur- und Kreativwirtschaft schon lange im Fokus der wirtschaftspolitischen Entwicklungsstrategie der Landeshauptstadt Dresden. Das kulturelle und kreative Umfeld ist nicht nur maßgebender Tourismusfaktor, sondern auch ein wichtiger Impulsgeber bei der Ansiedlung von Unternehmen und der Gewinnung von Fachkräften. Gerade deswegen beruht auch ein Schwerpunkt unserer politischen Arbeit auf den wirtschaftlichen Aspekten der Dresdner Kulturwirtschaft.

Um einen Einblick in die Praxis zu bekommen, begaben wir uns daher in der letzten Woche in den 2017 wiedereröffneten Kulturpalast. Dankenswerterweise nahm sich der künstlerische Betriebsdirektor der Dresdner Philharmonie, Martin Bülow, die Zeit, um uns „backstage“ durch die Räumlichkeiten des Kulturpalastes zu führen und sich unseren Fragen zu stellen. Ein Diskussionsschwerpunkt waren dabei immer wieder die Mehrkosten bei der Kulturpalastsanierung. So waren ursprünglich 80 Million Euro eingeplant, um den Kulturpalast im Herzen Dresdens umzubauen und entsprechend auszustatten. Am Ende wurden aber nicht weniger als 102 Millionen Euro nötig.

Im Anschluss daran trafen wir uns noch mit der kulturpolitischen Sprecherin der CDU-Stadtratsfraktion, Christa Müller, um über die zukünftige Entwicklung der Dresdner Kulturwirtschaft zu sprechen. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf der laufenden Dresdner Bewerbung um den Titel „Kulturhauptstadt Europas 2025“. Hierbei zeigte sich deutlich, dass noch große Unklarheiten über die Ausgestaltung der Bewerbung bestehen. Daneben ergab sich ein differenziertes Bild unter unseren Mitgliedern zur Frage, inwieweit die Dresdner Stadtgesellschaft in den bisherigen Bewerbungsprozess einbezogen wurde und wie sie zukünftig einbezogen werden sollte. Demnach muss es das Ziel sein, dass eine mögliche Bewerbung von einer positiven „Stimmung“ getragen und auch entsprechend von der Bevölkerung angenommen wird. Andernfalls wird eine Bewerbung nur geringe Chancen auf Erfolg haben!

Für uns bleibt als Fazit, dass wir die wirtschaftspolitische Entwicklung der Kunst und Kultur in Dresden weiter aktiv begleiten werden. Dabei wird die stark thematisierte Kulturhauptstadtbewerbung auch weiterhin einen Schwerpunkt unserer Arbeit bilden, wobei sich noch einmal deutlich zeigte, dass auch in Zukunft ein intensiver parteilicher Diskussionsprozess notwendig sein wird.   

Do

22

Mär

2018

Aufbruch! Ein kraftvoller Fastenbieranstich 2018 mit Ministerpräsident Kretschmer

Gestern, am 21. März 2018, war es wieder soweit: Der MIT Kreisverband Dresden lud zum traditionellen Fasten-bieranstich ein. Unter der Überschrift: „Aufbruch in Sachsen! – Aufbruch in Berlin?“ gab es klare Worte und einen politischen 360-Gradblick von unserem sächsischen Ministerpräsidenten und Landesvorsitzenden Michael Kretschmer.

Es war der mittlerweile 21. Dresdner Fastenbieranstich: Im letzten Jahr begrüßten wir den damaligen parlamentarischen Staatssekretär und jetzigen Bundesgesundheitsminister, Jens Spahn MdB, als Festredner. Aber auch Carsten Linnemann (2016), Prof. Dr. Roland Wöller (2015) und Dr. David McAllister MdeP (2014) konnten wir für unseren Fastenbieranstich gewinnen.

Nach einleitenden Worten durch unseren Dresdner MIT-Kreisvorsitzenden, Patrick Schreiber MdL, und einem Grußwort des sächsischen MIT-Landesvorsitzenden, Dr. Markus Reichel, nahm uns Sachsens Ministerpräsident Kretschmer in seiner kraftvollen Rede auf eine Reise durch die aktuelle Landes- und Bundespolitik mit. Kretschmer stellte dabei eins ganz deutlich heraus, dass es in Sachsen voran geht aber auch mit dem neuen Kabinett, neue und nicht immer ganz einfach Wege bestritten werden müssen, wenn unser Freistaat auch weiterhin erfolgreich und attraktiv bleiben möchte. Kretschmer unterstrich in seiner Rede immer wieder, dass Sachsen seit der Wiedervereinigung einen enormen Aufschwung in allen Bereichen erlebt hat, jedoch auch, dass der Freistaat vor neuen Herausforderungen steht, die nicht nur über bekannte Rezepte gelöst werden können.

Neue Herausforderungen kosten Geld und unser Gastredner betonte vor den versammelten Mittelständlern, Unternehmern und Wirtschaftlern mit Nachdruck, dass Geld erst erwirtschaftet werden muss, bevor es ausgegeben wird. Dafür steht exemplarisch der Erhalt und Ausbau des Wirtschaftsstandorts Sachsen und die Standortsicherung für große und mittelständische Unternehmen. Dazu gehören auch die fortzuführende Digitalisierung und eine angemessene Bürokratie, die nicht als Hemmnis, sondern als Dienstleister agiert. Der Freistaat Sachsen muss für große, mittlere und kleine Unternehmer und Wirtschaftler attraktiv sein und noch attraktiver werden. 

Zur Attraktivität gehört aber auch dazu, dass sich Sachsen mit seinem jüngst verabschiedeten Handlungsprogramm „Nachhaltige Sicherung der Bildungsqualität im Freistaat Sachsen“ wieder konkurrenzfähig gegenüber anderen Bundesländern machen will. Gerade diese Entscheidung, die Kretschmer eine der schwersten und folgenreichsten Entscheidungen der letzten 10 Jahre nannte, spricht für einen Aufbruch in Sachsen. Denn der Lehrermangel, der Stundenausfall und der Unmut in der Bevölkerung darüber wurden von der Politik aufgegriffen und jetzt mutig und auch gegen Widerstände umgesetzt. Aber auch Themen wie der konsequente und flächendeckende Breitbandausbau, insbesondere im ländlichen Raum, die Digitalsierung in Behörden und Ämtern oder der Einsatz für einen weiteren Ausbau der Gesundheits- und Altenpflege wurden von Kretschmer in seiner leidenschaftlichen Rede angesprochen.

Für unseren Gast bleibt das Ziel, dass die Sächsische Union über die Landtagswahl 2019 hinaus stärkste Landtagsfraktion bleibt. Dazu bedarf es aber auch Mut für kritische Entscheidungen, Kampfeswillen und Durchsetzungskraft.  Mit diesen Tugenden hat Kretschmer in seiner ausführlichen Rede das Publikum begeistert und mit Zuversicht für die Zukunft aber auch Demut vor dem Bürger seine Kernanliegen als Ministerpräsident herausgestellt. Der Freistaat befindet sich in einem neuen Aufbruch und einer Politik, die so nah wie möglich am Bürger steht. Denn gerade der Bürgerdialog, den Kretschmer auch im Rahmen der „Sachsengespräche“ im ganzen Freistaat führt, steht für einen anderen Politikstil.

Diesen Dialog, dem Drang nach vorne zu gehen und Dinge anders anzupacken, hatte unser Kreisvorsitzender Patrick Schreiber MdL in seiner Begrüßung einleitend aufgegriffen. Schreiber fasst den Aufbruch in Sachsen so zusammen, dass in der politischen Vergangenheit zwar vieles richtig gelaufen ist aber eben auch nicht auf allen Problemfeldern das beste Rezept genutzt wurde. Sachsen hat in den letzten 27 Jahren einen immensen Aufschwung erlebt, wovon viele Errungenschaften zur Selbstverständlichkeit geworden sind. Aber gerade hier stellt unser Kreisvorsitzender heraus, dass im Dialog und auch mit dem Drang nach vorne zu gehen, nicht nur immer das Negative in den Fokus gerückt werden sollte. Stattdessen müssen mit Mut, Tatendrang und Zuversicht Probleme angesprochen, aufgegriffen und angepackt werden. Hierfür sieht unser Kreisvorsitzender Patrick Schreiber mit Ministerpräsident Michael Kretschmer in der Staatskanzlei den Freistaat auf dem richtigen und besten Weg nach vorne.

 

Im Anschluss an die Festrede bot sich neben Fastenbier und einem reichhaltigen Buffet die Möglichkeit, mit Gästen und Redner in lockerer Clubatmosphäre ins Gespräch zu kommen.

NEWS der MIT Deutschland
 

kommende Termine

monatliche Veranstaltungen werden regelmäßig aktualisiert

02.12.2019, 16 Uhr

Weihnachtsfeier der MIT Dresden

17.12.2019, 11.30 Uhr

Vorstandssitzung der MIT Dresden

16.01.2020, 17.30 Uhr

18.MIT-Wirtschaftsforum