Mi

11

Nov

2015

14. Dresdner Wirtschaftsforum - "Back to the roots" auf dem Weg in die Zukunft 

 

Ein Wirtschaftsforum im Zeichen von Keramik- und Carbonfaser

 

Beim Betreten des altehrwürdigen zeunerbaus aufm dem Gelände der Technischen Universität Dresden an der George-Bähr-Straße wurden zunächst Erinnerungen wach. Als Student besuchte ich im "Hörsaal 160" einmal ein Spanisch-Seminar. Dir Räumlichkeiten haben sich seitdem zwar kaum verändert, aber es sind ja auch die Ideen, die in den Universitätsgebäuden in erster Linie zählen.

 

Beim traditionellen Wirtschaftsforum der MIT Dresden, das mit der Hilfe von Herrn Prof. Dr. Hilmar Fuchs bzw. des 2014 neu gegründeten Verbandes Innovativer Unternehmen e.V. nun bereits zum 14 Mal stattfinden konnte, waren diesmal Prof. Dr. Hubert Jäger und Dr. Jens Petzold, die ihre Zukunftstechnologien "made in Sachsen" vorstellten.

 

Der Standort Meißen ist seit jeher berühmt für sein "weißes Gold". Dr. Petzold, Gründer des Kl - Keramik-Institutes GmbH Meißen, stellte uns einen eigens entwickelten Keramikfaser-Hybridwerkstoff vor, den er mit der Firma CeraFib GmbH weltweit vertreibt. Die Verbindun aus Textil- und Keramikwerkstoff wird nicht nur im Leichtbau eingesetzt, das Material besitzt darüber hinaus eine große Hitzebeständigkeit, weswegen die Bauteile auch vorrangig für Isolierungen, Ofenuauskleidungen oder Brennerdüsen verwendet werden.

 

Ehe die knapp 70 Forum-Teilnehmer bei den Führungen durch die Textilmaschinenhalle Körperersatzteile oder Helme begutachten konnten, referierte Prof. Jäger, Vorstandssprecher des Institutes für Leichtbau und Kunststofftechnik an der TU Dresden, zu dem Werkstoff, aus dem diese Gebrauchsgegenstände hergestellt werden. Die Verwendung von Carbonfaser sei die Technologie schlechthin, bemerkte Prof. Jäger mit dem Blick auf den heutigen Automobilmarkt. In diesem Zusammenhang lobte er nicht nur den sächsischen Erfindergeist, sondern auch die Grüderunterstützung durch den Freistaat.

 

Auf der "Multi-Material-Design-Landkarte" gibt es deutschlandweit nur zwei Zentren: den süddeutschen Raum von München über Augsburg bis Stuttgar und Sachsen. Um im Standortranking weiter zu punkten, gibt Jäger folgende Ziele an: An seinem Institut müsse im Jahr mindestens ein Start-up Unternehmen gegründet werden und als "Inkubator" für weitere Unternehmensansiedlungen soll das "Sächsische Entwicklungs- und Transfer Center Dresden" entstehen, welches Pilotanlagen, Start-up-Areale und Industriepartner unter einem Dach vereint.

 

 

Patrick Schreiber

 

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Mi

28

Okt

2015

Die MIT widmet sich dem Thema Unternehmenssicherheit

"Big Brother is watching you"

 

 das war einst nicht nur der Slogan in Georg Orwells Roman „1984“. Auch die MIT Dresden widmete sich im Herbst dieses Jahres dem Sicherheitsbedürfnis kleiner und mittelständischer Unternehmen mit einer eigenen Veranstaltung. Unterstützt durch den Sächsischen Verband für Sicherheit in der Wirtschaft e.V. (SVSW) konnten dafür von den verschiedenen Institutionen des Sicherheitsgewerbes fachkundige Referenten gewonnen werden. In der Handwerkskammer Dresden erörterten u.a. Handwerkskammer-Präsident Dr. Jörg Dittrich und der Vorsitzende des VSW, Klaus Hoogestraat das derzeitige Grundproblem: Der unaufhaltsamen Digitalisierung steht gleichzeitig eine große Sicherheitslücke gegenüber.

 

Dr. Dittrich beschrieb sogleich auch das Problem aus Sicht der Handwerksbetriebe – nämlich, dass 42 Prozent der Unternehmen im Kammerbezirk Dresden nicht zufrieden sind mit der Sicherheit ihres Betriebes. Gerade das Thema IT-Sicherheit sei äußerst diffus, denn: Nur weil der Diebstahl nicht unmittelbar zu sehen ist, ist er dennoch Realität. Gleichzeitig stellte er klar, dass es nicht die alleinige Aufgabe des Staates sei, mit Strafverfolgung für eine flächendeckende IT-Sicherheit zu sorgen. Vielmehr seien auch die Unternehmer selbst in der Verantwortung, in präventive Maßnahmen zum Schutz ihrer Unternehmen zu investieren.

 

Kerstin Nolte, frühere Leiterin der Zentralstelle für polizeiliche Prävention beim Landeskriminalamt Sachsen und jetzige Referentin für Verbrechensbekämpfung im sächsischen Innenministerium, verwies in ihrem Vortrag darauf, dass es in Sachsen eine Vielzahl an speziellen Angeboten gibt, um Unternehmen in Sicherheitsfragen beratend und helfend zur Seite zu stehen. So etwa bspw. beim Projekt "Sicheres Unternehmen", wo Beraterteams des Landeskriminalamtes vor Ort in den Betrieben Sicherheitslücken gemeinsam mit den Unternehmern analysieren und beheben. Vielfach sind die Probleme dabei ein Resultat einfacher Fehler bei betriebsinternen Regelungen. Eines der häufigsten „No-Gos“, das leider immer noch in vielen Unternehmen gelebte Praxis ist: Der Standort des Servers dient gleichzeitig als Kopierraum und ist deshalb für jedermann stets frei zugänglich.

 

Welche Standards im betrieblichen Sicherheitsmanagement wesentlich sind, erläuterte Raimond Stockum, Sicherheitschef bei Globalfoundries in Dresden. Wichtig sei, dass Unternehmen – egal welcher Größe – dem Thema (IT-)Sicherheit zuallererst einmal eine Bedeutung zumessen und dann hauseigene Sicherheitsstandards, wie etwa Videoüberwachungen und Zugangskontrollen von IT-Räumen, festlegen, einhalten und evaluieren.

 

Die Dimension des IT-Sicherheitsbedürfnisses machte Klaus Hoogestraat noch einmal deutlich. Denn mehr als Hälfte aller Unternehmen weltweit seien schon vom Internet abhängig. Datensicherheitsprobleme bei Weltkonzernen wie etwa der Telekom in jüngerer Vergangenheit zeigten, dass der Schutz von Informationen jeden – Privatpersonen und Unternehmen gleichermaßen – betrifft und das davon eine erhebliche Existenzgefährdung ausgehen kann, wenn es bspw. um sensible Bankdaten geht.

 

Und dafür ist Aufklärung noch immer die „schmerzfreiste Medizin“. Deshalb wird die MIT Dresden auch weiterhin mit ihren Partnern diese Plattformen nutzen, um zu aktuellen Entwicklungen rund um die Interessen von Mittelständlern zu informieren.

 

Mi

26

Aug

2015

Sommerfest 2015 zwischen Straßenbahn und Haltestelle

MIT-Sommerfest im Straßenbahnmuseum Dresden

 

Auch in diesem Jahr sind wir als MIT Dresden bei der Suche nach einer außergewöhnlichen Location für unser alljährliches Sommerfest fündig geworden. Auf dem Betriebshof Trachenberge bzw. neben der Zentrale der Dresdner Verkehrsbetriebe gibt es mit dem Straßenbahnmuseum Dresden das historisches Depot des Verkehrsunternehmens zu sehen. Inmitten der detailgetreu aufgearbeiteten Fahrzeuge begrüßten uns mit den scheidenden DVB-Vorständen Reiner Zieschank und Hans-Jürgen Credé die beiden Hausherren höchspersönlich.

 

Die MIT Dresden nutzte die Gelegenheit auch gleich dafür, um sich bei Herrn Zieschank und Herrn Credé für die geleistete Arbeit mit einem kleinen Wein-Präsent zu bedanken und diese in einem gebührenden Rahmen zu verabschieden. Beide werden noch dieses Jahr aus dem Unternehmen ausscheiden und in den Ruhestand treten. MIT-Kreisvorsitzender Patrick Schreiber betonte: „Für mich ist die Dresdner Wirtschaft ganz eng mit den Gesichtern von Herrn Zieschank und Herrn Credé verbunden. Sie haben die Dresdner Verkehrsbetriebe zu dem erfolgreichen Unternehmen gemacht, das es jetzt ist. Die internationale Anerkennung der DVB haben wir Ihnen zu verdanken. Ich behaupte einmal, Dresden wird Sie beide als Unternehmer und als Personen, die auch darüber hinaus immer etwas zu sagen hatten, vermissen. Ich jedenfalls tue es schon jetzt!“ Ein Gesprächsthema kam aber auch bei unserem sommerlichen Get-together nicht zu kurz: Die Asyldebatte und die aktuellen Ereignisse dazu in Sachsen brennen förmlich allen unter den Nägeln. So erinnerten auch unsere Gastgeber daran, dass die Menschen in den Bussen und Straßenbahnen – getreu der gemeinsamen Kampagne der städtischen Unternehmen „Die Welt bereichert Dresden. Jeden Tag.“ – immer eines verbindet: Das Menschsein in Dresden.

 

Mit wie viel Herzblut die DVB-Chefs stets bei der Sache waren, bewiesen sie dann auch noch einmal bei einer kleinen Vorstellung des Museums. Und auch alle Gäste des Sommerfestes erlebten bei den Führungen durch die Hallen die verschiedenen Zeitepochen bei den Verkehrsbetrieben noch einmal: Neben den Fahrzeugen haben die Hobby-Historiker des Straßenbahnmuseum Dresden e.V. mit großer Sorgfalt auch viele kleine Details zusammengetragen. Das Straßenbahnmuseum Dresden: ein absoluter Geheimtipp!

Di

31

Mär

2015

Fastenbieranstich 2015 mit Roland Wöller

Feurige Festrede bei Fastenbier & Co.: Roland Wöller zu Gast bei der MIT Dresden


Nachdem der MIT-Fastenbieranstich in den letzten Jahren immer internationaler wurde und mit David McAllister in 2014 sogar der CDU-Spitzenkandidat für die Europawahl ein Stelldichein in Dresden gab, konnten die Gäste beim diesjährigen Jahreshöhepunkt der MIT Dresden wieder ein altbekanntes Gesicht aus der sächsischen Politiklandschaft begrüßen.

 

Prof. Dr. Roland Wöller, früherer sächsischer Landwirtschafts- und Kultusminister und heutiger Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr im Sächsischen Landtag, stand seinen Vorrednern aus den letzten Jahren dabei in nichts nach. So spannte er in seiner Festrede einen weiten Bogen: von der Rente mit 63 und deren Folgen im Hinblick auf den Fachkräftebedarf und die demografischen Entwicklungen, über den Mindestlohn und die zentrale Frage nach der Bedeutung von Tarifpartnerschaften und Bürokratiekosten, bis hin zum Themenkomplex Steuern und kalte Progression. Kritisch hinterfragte er die damit verbundenen politischen Entscheidungen der Großen Koalition auf Bundesebene. Der promovierte Volkswirtschaftler stellte im gleichen Atemzug die „wirtschaftspolitische Gretchenfrage“: Wie viel Regulierung braucht ein Staat und was ist soziale Marktwirtschaft heute überhaupt noch wert? Damit gab er den gewohnt kontroversen Anstoß für den anschließenden Gedankenaustausch bei Fastenbier und böhmischen Spezialitäten in den Wenzel Prager Bierstuben.

 

„Wie er wieder eindrucksvoll bewiesen hat, ist Roland Wöller nicht nur ein hervorragender Redner, der mit Worten fesseln kann, sondern auch ein politisches Schwergewicht, das wirklich was zu sagen hat! Ich bin deshalb sehr froh, dass er sich nun mit seinen Erfahrungen intensiver im Politikfeld Wirtschaft einbringt. Die CDU in Sachsen benötigt vor allem in diesem Bereich noch mehr starke Stimmen und kluge Köpfe“, so Patrick Schreiber MdL nach einer gelungenen Veranstaltung. Der MIT-Kreisvorsitzende hatte mit Blick auf die bevorstehende Oberbürgermeisterwahl in Dresden in seiner Begrüßungsrede zuvor erklärt, dass es das Horrorszenario schlechthin wäre, wenn künftig Rot-Rot-Grün mit der Gewerkschaftsfunktionärin Stange an der Spitze die wirtschaftspolitische Richtung in der sächsischen Landeshauptstadt vorgibt! Sicher, fasten heißt Verzicht üben. Doch würde dieser dann nicht nur 40 Tage dauern, sondern ganze 7 Jahre. Zeit, die der Mittelstand und ganz Dresden nicht (verdient) hat.

NEWS der MIT Deutschland
 

kommende Termine

monatliche Veranstaltungen werden regelmäßig aktualisiert

Sommerpause 

 

18.09.2018, 18.00 Uhr

Vorstandssitzung der MIT Dresden

 

18.09.2018, 19.00 Uhr

MIT-Kandidaten-Check zur sächsischen Landtagswahl 

Schillergarten Dresden

 

23.10.2018, 11.30 Uhr

Vorstandssitzung der MIT Dresden

 

25.10.2018, 18:00 Uhr

Veranstaltung zur Digitalisierung im Mittelstand

Handwerkskammer Dresden

 

20.11.2018, 11:30 Uhr

Vorstandssitzung der MIT Dresden

 

27.11.2018, 18:00 Uhr

17. Dresdner Wirtschaftsforum

Institut für Holztechnologie Dresden

 

05.12.2018, 19:00 Uhr

Mitgliederversammlung und Vorstandswahlen der MIT Dresden 

 

 

18.12.2018, 11.30 Uhr

Vorstandssitzung der MIT Dresden